Druck

Information des Präsidenten der IKSE zum Weltwassertag

Trotz der gegenwärtigen Gesundheitskrise vergessen wir den Weltwassertag nicht

Mit dem Weltwassertag, der von den Vereinten Nationen seit 1993 auf den 22. März festgelegt ist, erinnert die Welt an die Bedeutung des Wassers. Grund für die Verkündung des Weltwassertags war die Tatsache, dass es schon zu dieser Zeit einer Milliarde Menschen an Trinkwasser mangelte und sie keinen Zugang zu Wasser hatten. Die lebenswichtige Bedeutung des Wassers sollte heute wohl niemand mehr anzweifeln, aber dem ist nicht so, weil wir im Wasserwohlstand leben und viele die Bedeutung des Wassers für das Leben des Menschen nach wie vor unterschätzen. Im Zusammenhang mit der aktuellen Pandemie, verursacht durch das als SARS CoV-2 bezeichnete Coronavirus, und im Zusammenhang mit dem Auftreten der Krankheit Covid-19 gewinnt die Unentbehrlichkeit des Wassers noch größere Bedeutung. Die grundlegende Empfehlung der Gesundheitsbehörden zur Prävention dieser Infektion lautet schließlich, dass wir uns alle und oft die Hände mit fließendem sauberem Wasser und Seife waschen sollen.

„Es ist traurig, dass wir den diesjährigen Weltwassertag, der unter dem Motto „Wasser und Klimawandel“ steht, ausgerechnet in einer Zeit des Ausnahmezustands und geltender Krisenmaßnahmen, hervorgerufen durch die unvorhersehbare Ausbreitung des Coronavirus, begehen. Aber in Zukunft kann auch diese Tatsache für uns lehrreich sein. Heute sehen wir, dass es für eine wirksame Bekämpfung dieser Pandemie nicht genug ist, nur eine ausreichende Menge Mundschutz und Atemschutzmasken zur Verfügung zu haben, sondern dass gerade herkömmliches sauberes Wasser zur Vorbeugung von Infektionen unverzichtbar ist, so wie es zum Beispiel im Mittelalter zur Bekämpfung der Pest unersetzbar war“, sagt diesbezüglich Petr Kubala, Präsident der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe, Vorstandsvorsitzender des Verbands für Wasserwirtschaft der Tschechischen Republik und Generaldirektor des Staatlichen Wasserwirtschaftsbetriebs Moldau (Povodí Vltavy), und fügt hinzu: „Deshalb halte ich es nach wie vor für sehr aktuell und erforderlich, diesen Tag zu begehen, um uns wieder vor Augen zu führen, welch großartigen und oft unterschätzten Vorzug wir darin haben, dass aus unseren Wasserhähnen immer noch einwandfreies Trinkwasser fließt. Das geschieht nicht ganz automatisch, wie wir in den letzten Jahren gesehen haben, als viele Gemeinden Probleme mit der Wasserversorgung bekamen und daher die Wasserunternehmen Wasser zu den Hochbehältern transportierten. Wir müssen umsichtig sein und in unserem Gebiet die am besten geeigneten Bedingungen gewährleisten, um ausreichende Wasserressourcen sicherzustellen, und zwar auch im Hinblick auf die zukünftigen Generationen. Diese Gesundheitskrise, die von globalem Ausmaß ist, sollte uns auch eine Lehre sein, dass die Gewährleistung des Zugangs zu einwandfreiem Wasser unter anderem ein Schlüsselfaktor für die wirksame Bekämpfung von Infektionskrankheiten ist und dass Wasser unsere ständige Pflege und einen Stellenwert von höchstem öffentlichem Interesse verdient.“

„Ich möchte in der jetzigen Situation, da wir den Weltwassertag unter außerordentlichen „Krisenbedingungen“ begehen, dem medizinischen Personal und allen Mitbürgern danken, die sich im Rahmen der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus in die Bewältigung der notwendigen Aktivitäten zum Vorteil unserer Gesellschaft einbringen, und gleichzeitig auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wassergesellschaften für die kontinuierliche Versorgung mit Trinkwasser. Die Prävention darf nicht unterschätzt werden und die Einhaltung der grundlegenden Hygienevorschriften ist für den Erfolg des Kampfes gegen das Coronavirus von entscheidender Bedeutung. Denken wir also immer daran, dass es ohne Wasser nicht gehen wird… “, fügt Petr Kubala, Präsident der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe, Vorstandsvorsitzender des Verbands für Wasserwirtschaft der Tschechischen Republik und Generaldirektor des Staatlichen Wasserwirtschaftsbetriebs Moldau (Povodí Vltavy), hinzu.