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ALAMO

Alarmmodell Elbe

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Das Alarmmodell Elbe (ALAMO) ist ein Vorhersagemodell für die Ausbreitung von Schadstoffwellen in der Elbe. Das Modell ermöglicht im Falle einer unfallbedingten Gewässerbelastung, den Zeitpunkt des Eintreffens, die Dauer sowie die Maximalkonzentration einer Schadstoffwelle an Profilen der Elbe unterhalb des Unfallortes abzuschätzen. Die Prognose erlaubt den betroffenen Unterliegern, im Alarmfall rechtzeitig Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minimierung von Folgeschäden in die Wege zu leiten.

Im Jahre 2004 wurde in den IWAPE das Alarmmodell Elbe (ALAMO) integriert. Im März 2008 wurde die neue Version des Modells fertiggestellt. Bis Ende 2016 wird das Modell auf die Nebenflüsse Moldau und Saale erweitert.

Die Transportgeschwindigkeit der Schadstoffwelle ist sehr stark durch die aktuellen Abflüsse beeinflusst. So beträgt z. B. die Transportdauer der Schadstoffwelle für die gesamte vom ALAMO betrachtete Strecke (ca. 830 km – von der Stadt Němčice bis zum Wehr Geesthacht) beim mittleren Niedrigwasserabfluss mehr als 40 Tage und reduziert sich beim mittleren Abfluss auf 14 Tage und beim mittleren Hochwasserabfluss auf nur 7 Tage. Deswegen ist es sehr wichtig, dass die Berechnungen unter Nutzung des Internets auf der Grundlage aktueller Abflussdaten durchgeführt werden können und dass mehrere Tracerversuche zur Kalibrierung des Modells durchgeführt worden sind.

Die wichtigsten Ausgaben (Outputs) des Modells sind:

  •  der Verlauf der maximalen Schadstoffkonzentrationen im Längsschnitt der Elbe,
  •  der zeitliche Verlauf der Schadstoffkonzentrationen für verschiedene Profile,
  •  die grafische Darstellung der Schadstoffwellenbewegung.