Vom 17. bis 20. April 2012 fand im Zusammenhang mit einem Projekt der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) zur Erweiterung des vorhandenen Alarmmodells Elbe (ALAMO – Modell zur Vorhersage des Schadstofftransports in der Elbe im Falle einer unfallbedingten Gewässerbelastung, das Bestandteil des „Internationalen Warn- und Alarmplans Elbe“ ist) um die Nebenflüsse Moldau und Saale ein erster Tracerversuch in der Moldau statt. Den Versuch führte die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) Koblenz in Zusammenarbeit mit dem tschechischen staatlichen Wasserwirtschaftsbetrieb für die Moldau (Povodí Vltavy, státní podnik) durch. Bei dem Versuch wurden die Transportgeschwindigkeit und die Konzentration des Tracers an 8 Messstellen verfolgt. Zur Präzisierung des Stofftransports bei unterschiedlichen Abflüssen sind noch zwei weitere Versuche geplant.
Anhand der Ergebnisse dieser Versuche wird das Alarmmodell Elbe um den Moldauabschnitt unterhalb der Talsperre Vrané bis zum Zusammenfluss mit der Elbe bei Mìlník erweitert. Zurzeit erfasst dieses Modell eine Fließstrecke der Elbe von 835 km und ermöglicht damit die Vorhersage der Ausbreitung einer Schadstoffwelle von Nìmèice am tschechischen Elbeabschnitt bis zum Wehr Geesthacht in der Nähe von Hamburg.
Die Pressemitteilung des staatlichen Wasserwirtschaftsbetriebs für die Moldau zum oben genannten Versuch finden Sie hier.
Einleitung des toxisch vollkommen unbedenklichen Tracers Sulforhodamin G unterhalb der Talsperre Vrané (Quelle: IKSE)
Der Tracer unterhalb der Talsperre Vrané (Quelle: IKSE)
Der Tracer ca. 1 km unterhalb der Talsperre Vrané (Quelle: IKSE)
Installation der Messtechnik – Wehr Prag-Modøany (Quelle: IKSE)