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Internationale Kommission zum Schutz der Elbe
Mezinárodní komise pro ochranu Labe
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Zahlentafeln für Durchflüsse und Schwebstoffe für das hydrologische Jahr 2008

Kommentar zu den Zahlentafeln der Durchflüsse

An den ausgewählten Elbepegeln reichten die mittleren Jahresabflüsse (MQ2008) von 91 % (Kostelec n. L. und Mìlník) bis 104 % (Neu Darchau) des vieljährigen Mittels für die Jahresreihe 1961-2005.

Mit Ausnahme der Pegel Benešov n. P. – Plouènice (69 %) und Löben – Schwarze Elster (78 %) bewegten sich die MQ2008 auch an den Nebenflüssen an den untersuchten Pegeln um das vieljährige Mittel, von 85 % (Týništì n. O. – Orlice) bis 116 % des vieljährigen Mittels (Bad Düben – Mulde).

Insgesamt war der innerjährliche Abflussgang an der Elbe und ihren Nebenflüssen sehr ähnlich, und zwar mit überdurchschnittlichen Abflüssen im November und vor allem im Dezember 2007, die hauptsächlich aus einem sehr niederschlagsreichen Spätherbst resultierten. Die Abflüsse erreichten 160 bis 200 % ihrer vieljährigen Mittel; eine Ausnahme bildeten die Plouènice und die Schwarze Elster, an denen die Abflüsse sogar unterdurchschnittlich waren. Leicht über dem Durchschnitt lagen sie ferner im März sowie am Oberlauf der Elbe bis zur Moldaumündung auch im Januar. Auf eine wasserreiche kalte Jahreszeit folgten vom Mai bis Oktober ausnahmslos Monate mit mehr oder weniger unterdurchschnittlichen mittleren Abflüssen. In den Sommermonaten (Juli bis September) erreichten die Abflüsse an den meisten Pegeln nur 40 bis 60 % ihrer vieljährigen Mittel.

An der Elbe trat 2008 kein bedeutenderes Hochwasserereignis auf. Die Hochwasserabflüsse bewegten sich an allen bewerteten Elbepegeln unter den Werten der vieljährigen mittleren Hochwasserabflüsse (MHQ), und zwar von 63 % (Mìlník) bis 99 % (Jaromìø). Ähnlich waren an den Nebenflüssen der Elbe die Hochwasserabflüsse meistens niedriger als ihr vieljähriges Mittel (MHQ); sie bewegten sich von 35 % (Prag – Moldau) bis 100 % (Bad Düben – Mulde). Eine Ausnahme bildeten die Pegel Rathenow – Havel (114 %) und Malliß – Elde (117 %). An allen bewerteten Elbepegeln lagen die Scheitelabflüsse unter den einem 2-jährlichen Hochwasser entsprechenden Werten, nur am Pegel Jaromìø an der Elbe erreichte der Scheitelabfluss den Wert eines 2-jährlichen Hochwassers. Das größte Hochwasserereignis ereignete sich im Muldegebiet: Der Scheitel am Pegel Bad Düben 1 erreichte hier am 13.04.2008 mit 480 m³/s genau MHQ-Niveau; das Ereignis hatte ein Wiederkehrintervall von 2 bis 5 Jahren.

Die zweite Jahreshälfte wies angesichts leicht überdurchschnittlicher Temperaturen und leicht unterdurchschnittlicher Niederschläge einzugsgebietsübergreifend sehr niedrige Abflüsse auf. Die mittleren Tagesniedrigwasserabflüsse lagen an der Elbe und ihren Neben­flüssen unter dem vieljährigen mittleren Niedrigwasserabfluss (MNQ) für die Jahresreihe 1961-2005. Am Elbestrom bewegten sie sich von 72 % (Ústí n. L., Dresden) bis 96 % (Pøelouè) und an den Elbenebenflüssen von 37 % (Rathenow – Havel) bis 96 % (Eger – Louny). Den Niedrigwasserabflüssen (NM7Q) lässt sich an der Elbe am Pegel Jaromìø ein Wiederkehrintervall von 10 bis 20 Jahren sowie in Dìèín und Dresden von 5 bis 10 Jahren zuordnen. An einigen Neben­flüssen der Elbe (Orlice, Jizera, Schwarze Elster) traten NM7Q mit einem Wiederkehrintervall von 10 bis 20 Jahren auf.

Kommentar zu den Schwebstoffkonzentrationen und -frachten

Im hydrologischen Jahr 2008 lagen die mittleren Schwebstoffkonzentrationen an allen Elbemessstellen unter dem Mittel und bewegten sich zwischen 38 % (Magdeburg) und 73 % (Dìèín – Prostøední Žleb) des vieljährigen Mittels für die Jahresreihe 1994-2005, lediglich an der Messstelle Hitzacker (95 %) lagen die Messwerte im Bereich des vieljährigen Mittels. Unterdurchschnittliche Schwebstoffkonzentrationen wurden mit Ausnahme von Benešov n. P. (107 %) auch an den Elbenebenflüssen registriert, die niedrigsten traten in Vraòany an der Moldau mit 48 % des vieljährigen Mittels auf.

Da keine Hochwasserereignisse eingetreten sind und die Abflüsse unter dem Durchschnitt lagen, war die Gesamtschwebstofffracht an allen untersuchten Messstellen an der Elbe und ihren Nebenflüssen ebenfalls unterdurchschnittlich, an der Elbe reichte sie von 31 % (Magdeburg) bis 82 % (Hitzacker) des vieljährigen Mittels für die Jahresreihe 1994-2005 und an den Nebenflüssen von 35 % (Saale) bis 75 % (Plouènice).

Am Pegel Louny an der Eger wurden die Schwebstoffe nur im November und Dezember 2007 gemessen. Ab dem nächsten hydrologischen Jahr wird der Pegel durch einen neuen ersetzt.

Bedingt durch den Ausfall von Messpersonal konnte an einigen deutschen Messstellen keine vollständige Messreihe erstellt werden, weshalb die jeweiligen Jahresfrachten nur unter Vorbehalt zu betrachten sind.

aktualisiert am: 04.11.2009


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