Zweiter Bericht über die Erfüllung des „Aktionsplans Hochwasserschutz Elbe“ im Zeitraum 2006 bis 2008
Der „Aktionsplan Hochwasserschutz“ der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) bildet seit 2003 die Grundlage für die deutsch-tschechische Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Hochwasserschutzes und der Hochwasservorsorge im Einzugsgebiet der Elbe. Er wurde auf der Grundlage der im Rahmen der IKSE Mitte der 1990er Jahre begonnenen Arbeiten, d. h. unter Berücksichtigung der Analysen zur Hochwasserentstehung, der Bestandsaufnahme des vorhandenen Hochwasserschutzniveaus sowie der Strategie zum Hochwasserschutz erstellt. In die Erarbeitung flossen auch die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem verheerenden Hochwasser im August 2002 ein. Eine erste Bewertung der im Zeitraum 2003 bis 2005 im Rahmen des Aktionsplans umgesetzten Maßnahmen wurde im August 2006 veröffentlicht.
Durch das Frühjahrshochwasser 2006 wurde die Funktionsfähigkeit der bereits umgesetzten Maßnahmen nicht nur auf die Probe gestellt, sondern vor allem auch die Richtigkeit des gewählten Ansatzes und die Notwendigkeit, die Durchführung der Maßnahmen konsequent fortzusetzen, bestätigt. Ziele des Aktionsplanes sind insbesondere:
die Stärkung des Wasserrückhaltevermögens der Einzugsgebietsflächen, der Gewässer und Auen,
der Schutz gefährdeter Gebiete durch technische Maßnahmen,
die Verringerung des Schadenpotenzials in gefährdeten Gebieten vor allem auf der Grundlage der Kartierung der Hochwasserrisiken,
die Verbesserung der Hochwassermelde- und -vorhersagesysteme sowie
die Information der Öffentlichkeit und die Verstärkung des Hochwasserbewusstseins.
Während des Frühjahrshochwassers 2006 lieferten die zuständigen Institutionen in Deutschland und in der Tschechischen Republik ein anschauliches Beispiel dafür, wie die Elemente des Hochwasserrisikomanagements von der Warnung, über die Steuerung der Talsperren bis zu konkreten Maßnahmen des Hochwasserschutzes effizient und effektiv zum Schutz von Leib und Leben sowie zur Gefahrenabwehr eingesetzt werden können.
Die Pressemitteilung zur Veröffentlichung dieser Publikation finden Sie hier.
aktualisiert am: 13.08.2009
pdf-Datei (7,5 MB) zum Download
Zusammenfassung der Ergebnisse
pdf-Datei (3 MB) zum Download