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Simulation Hochwasser 2002 ohne Deichbrüche
Gegenüber den Beobachtungswerten weisen die Berechnungsergebnisse für das Hochwasser 2002 ohne Deichbrüche ein Erhöhung der Scheitelabflüsse um 2,6 bis 9,1 % und der Wasserstände um ca. 18 bis 54 cm auf.
Studie zur Reaktivierung ehemaliger Überschwemmungsflächen und zur Schaffung zusätzlicher Retentionsräume
In dieser Studie wurde der Einfluss von fünf Poldern und 20 Deichrückverlegungen, die an der Elbe geplant sind, auf den Hochwasserverlauf in der Elbe untersucht.
Gegenüber den Beobachtungswerten weisen die Berechnungsergebnisse der einzelnen Szenarien für das Hochwasser 2002 folgende Änderungen der Scheitelabflüsse auf:
- unter Berücksichtigung der 20 geplanten Deichrückverlegungen – Reduzierung der Scheitelabflüsse um 1,3 bis 4,6 % und der Wasserstände um ca. 10 bis 31 cm.
- unter Berücksichtigung der geplanten fünf Polder und 20 Deichrückverlegungen – Reduzierung der Scheitelabflüsse um 3,9 bis 10,8 % und der Wasserstände um ca. 23 bis 74 cm.
Gegenüber den Beobachtungswerten weisen die Berechnungsergebnisse der einzelnen Szenarien für das Hochwasser 2006 folgende Änderungen der Scheitelabflüsse auf:
- unter Berücksichtigung der 20 geplanten Deichrückverlegungen – Reduzierung der Scheitelabflüsse um 0,4 bis 1,3 % und der Wasserstände um ca. 3 bis 10 cm.
- unter Berücksichtigung der geplanten fünf Polder und 20 Deichrückverlegungen – Reduzierung der Scheitelabflüsse um 1,2 bis 3,3 % und der Wasserstände um ca. 8 bis 21 cm.
Studie zur Wirkung der großen Talsperren in der Moldau, Eger und Saale auf den Hochwasserverlauf der Elbe
Aus den Ergebnissen der Saale-Studie geht hervor, dass die im Szenario vorgesehene Änderung des gewöhnlichen Hochwasserrückhalteraums in den Talsperren Bleiloch und Hohenwarte (im Winter von 40 auf 55 und im Sommer von 25 auf 35 Mio. m3) keinen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf der untersuchten Hochwasser 1994, 2002 und 2003 am Pegel Calbe-Griezehne unterhalb der Saalemündung in die Elbe hätte und damit auch keinen bedeutenden Einfluss auf den Verlauf dieser Hochwasser in der Elbe (Reduzierung der Scheitelabflüsse um max. 0,2 % beim Hochwasser 2002).
Wir untersuchten unter Nutzung von Daten der Tschechischen Republik die Wirkung der großen Talsperren in der Moldau, Eger und Saale auf den Verlauf des Hochwassers 2002 im deutschen Elbeabschnitt. In der Tschechischen Republik wurden ein Szenario mit dem Ist-Zustand der Moldaukaskade und ein Szenario ohne Moldaukaskade berechnet. Für Hochwasserereignisse der Größenordnung des Hochwassers 2002 ergaben sich im Szenario ohne Moldaukaskade am deutschen Elbeabschnitt um ca. 1,6 bis 3,7 % erhöhte Scheitelabflüsse. Die Ergebnisse entsprechen den Resultaten für den tschechischen Teil der Studie, die zeigten, dass die Wirkung der Moldaukaskade im absoluten Maßstab im Bereich von Hochwassern mit einem Wiederkehrintervall von 10 bis 20 Jahren am stärksten ausgeprägt ist.
Den Abschlussbericht (englisch) finden Sie im pdf-Format hier.
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