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Internationale Kommission zum Schutz der Elbe
Mezinárodní komise pro ochranu Labe
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Zahlentafeln für Durchflüsse und Schwebstoffe für das hydrologische Jahr 2007

Kommentar zu den Zahlentafeln der Durchflüsse

Hinsichtlich des Abflusses war das hydrologische Jahr 2007 insgesamt leicht unterdurchschnittlich, bedeutendere Extremereignisse traten nicht auf.

Im hydrologischen Jahr 2007 wurden an den ausgewählten Pegelstationen in der Elbe im Mittel unterdurchschnittliche Abflüsse registriert. Die MQ2007 bewegten sich zwischen 75 % (Wittenberg) und 96 % (Pøelouè) des vieljährigen Mittels für die Jahresreihe 1961-2005. Nur am höchstgelegenen Pegel an der Elbe Jaromìø (im Rahmen der zu bewertenden Pegel) überschritt der MQ2007 das vieljährige Mittel um 5 %.

Auch an den Nebenflüssen lagen die MQ2007 an den untersuchten Pegeln mit der geringfügigen Ausnahme der Elde (Malliß, 106 %) unter dem Mittel und reichten von 46 % (Schwarze Elster – Löben) bis 93 % (Pøedmìøice – Jizera) des vieljährigen Mittels.

Insgesamt verlief der innerjährliche Abflussgang an der Elbe und ihren Nebenflüssen sehr ähnlich – mit winterlichem Abflussanstieg von November 2006 an, kulminierend im Februar und März, ggf. im Januar. Auf die außergewöhnlich warme und trockene Frühjahrswitterung reagierten die Oberflächengewässer dann bis in den Mai mit markanten Abflussverringerungen. Ab Juni erholten sich die Monatsmittel auf mäßigem Niveau. Dabei traten kurzfristigere, niederschlagsabhängige Schwankungen auf: So lag z. B. der Jahres-NQ an den Pegeln Dìèín und Dresden im Monat September, auch wenn das September-Mittel des Abflusses in diesem Stromabschnitt im Bereich des vieljährigen Durchschnitts einzuordnen ist. Erst der nasse Oktober brachte wieder verbreitet über den jeweiligen Mittelwerten liegende Abflüsse.

An der Elbe trat 2007 kein bedeutendes Hochwasserereignis auf. Die Hochwasserabflüsse lagen an allen untersuchten Pegeln an der Elbe unter den MHQ für die Jahresreihe 1890-2006 (oder beobachtete Reihe, falls die verfügbare Zeitreihe kürzer ist), und zwar im Bereich von 47 % (Staatsgrenze) bis 89 % (Jaromìø). Ähnlich waren auch an den Nebenflüssen der Elbe die Hochwasserabflüsse niedriger als ihr vieljähriges Mittel, sie erreichten 23 % (Vraòany – Moldau) bis 88 % (Pøedmìøice – Jizera). Nur im Einzugsgebiet der Mittelelbe brachte wochenlange niederschlagsreiche Witterung im Spätsommer und Herbst höhere Wasserstände, insbesondere für Saale, Havel und Elde. Im Oktober entstanden in einigen Teileinzugsgebieten sogar kleinere Hochwasser. Am stärksten fiel dies in der Saale aus (Pegel Calbe-Grizehne: HQ2007 395 m³/s am 02.10.2007; dies entspricht einem Wiederkehrintervall T von 2-5 Jahren). Wenngleich dieses Hochwasser um mehr als 150 % über dem vieljährigen Monatsmittel des Abflusses lag, wurde der MHQ an diesem Pegel dabei nur geringfügig überschritten. An allen bewerteten Pegeln im Einzugsgebiet des tschechischen Elbeabschnitts lagen die Scheitelabflüsse unter den Werten des jeweiligen HQ2, im deutschen Elbeeinzugsgebiet in der Regel unter HQ1.

Die niedrigsten Tageswerte der Abflüsse erreichten 2007 an der Elbe und ihren Nebenflüssen zumeist etwa die Höhe der MNQ für die Jahresreihe 1961-2005. An der Elbe selbst reichten sie von 87 % (Staatsgrenze) bis 107 % (Barby) und an ihren Nebenflüssen von 55 % (Schwarze Elster – Löben) bis 124 % (Bad Düben – Mulde). Trotz der über längere Zeit andauernden unterdurchschnittlichen Wasserführung wurden besondere Niedrigwasserextreme nur im Sonderfall Schwarze Elster beobachtet. Hier bewegten sich die Abflüsse über die gesamten 12 Monate im Niedrigwasserbereich: MQ2007 am Pegel Löben war 8,56 m³/s, das sind 46 % des vieljährigen Mittels; der abflussstärkste Monat war hier der Februar, der mit durchschnittlich 18,0 m³/s auch nur 2/3 des betreffenden vieljährigen Monatsmittels erreichte. Das Minimum mit 3,26 m³/s lag um rund 45 % unter dem MNQ.

Zu den trockensten Zeiten des Jahres zählten die Monate April bis August und Dezember, in denen die Abflüsse meistens im Bereich von 40 bis 75 % der vieljährigen Monatsmittel lagen.

Kommentar zu den Schwebstoffkonzentrationen und -frachten

Im hydrologischen Jahr 2007 lagen die mittleren Schwebstoffkonzentrationen an allen Messstellen im tschechischen Elbeabschnitt unter dem Mittel und reichten von 42 % (Obøíství) bis 97 % (Dìèín-Prostøední Žleb) des vieljährigen Mittels für die Jahresreihe 1994-2005. Auch an allen Messstellen an den Nebenflüssen der Elbe wurden Schwebstoffkonzentrationen unter dem Mittel registriert, sie erreichten 40 % (Jizera) bis 90 % (Orlice, Plouènice) des vieljährigen Mittels. Im deutschen Teil des Einzugsgebiets der Elbe bewegte sich die Schwebstoffkonzentration an allen Messstellen leicht unter oder im Bereich des langjährigen Mittels. Lediglich an der Messstelle Tangermünde lagen die Messwerte um ca. 20 % unter dem vieljährigen Mittel.

Durch das Ausbleiben von Hochwasserereignissen und wegen der unterdurchschnittlichen Abflüsse lag die Gesamt-Schwebstofffracht an allen untersuchten Messstellen an der Elbe und ihren Nebenflüssen unter dem Mittelwert, an der Elbe bewegte sich dieser Wert von 29 % (Nìmèice) bis 86 % (Hitzacker) des vieljährigen Mittels für die Jahresreihe 1994-2005 und an den Nebenflüssen von 21 % (Moldau) bis 61 % (Plouènice). An der Messstelle Calbe/ Saale entspricht die Jahresfracht 2007 mit 31 % sogar dem niedrigsten jemals ermittelten Jahreswert.

Bedingt durch den Ausfall von Messpersonal konnte an einigen deutschen Messstellen keine vollständige Messreihe erstellt werden, weshalb die jeweiligen Jahresfrachten nur unter Vorbehalt zu betrachten sind.

aktualisiert am: 28.10.2008


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