Typo-Template_uk
Elbe Labe Elbe Labe ElbeLabe Elbe Labe Elbe Labe Elbe Labe Elbe Labe Elbe Labe Elbe Labe Elbe Labe Elbe Labe Elbe Labe
International Commission for the Protection of the Elbe River
AKTUELLES     IKSE     THEMEN     PUBLIKATIONEN     KONTAKT     INTRANET     
  
How to find us

Wichtigste Ergebnisse des zweiten Fachgesprächs am 26.02. und 27.02.2008 in Dresden

Ergebnisse zum Thema Morphologische Veränderungen der Oberflächengewässer im Einzugsgebiet der Elbe:

  • Eine sog. „eigendynamische Gewässerentwicklung“ (einen vom Menschen initiierten und gesteuerten, morphologisch-strukturellen Gestaltungsprozess, in dessen Verlauf sich ein Gewässer eigendynamisch, eigengesetzlich und scheinbar zielgerichtet in einen bestimmten gewässertypischen Zustand verändert) ermöglichen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist es, diesem Prozess ausreichend Raum einzuräumen, d. h. die Gewinnung von Flächen für die Entwicklung von Gewässerkorridoren.
  • Maßnahmen zur Verbesserung der morphologischen Struktur der Fließgewässer sollten vorrangig an den Gewässern ergriffen werden, die für aquatische Organismen durchgängig werden sollen.
  • Fischpässe sollten entsprechend der Wasserführung des Gewässers ausreichend bemessen sein, sie sollten den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen und die strom­auf und stromab gerichtete Migration der Fische sowie weiterer aquatischer Organismen ermöglichen.
  • Maßnahmen sollten so vorgeschlagen werden, dass eine maximal mögliche Verbesserung des ökologischen Zustands bei gleichzeitiger Ermöglichung der derzeitigen Gewässernutzung erreicht wird (streitig).
  • Es wird notwendig sein, eine aus Teilschritten (nacheinander umzusetzenden Maßnahmen) bestehende Konzeption zur Verbesserung des ökologischen Zustands der Oberflächengewässer im Einzugsgebiet der Elbe zu erarbeiten.
  • Maßnahmenvorschläge:
    • Durchgängigkeit von Querbauwerken für aquatische Organismen
    • Renaturierung zusammenhängender Gewässerabschnitte
    • Auswahl von Standorten zur Verbesserung der Reproduktion der Fische und weiterer aquatischer Organismen
    • Anbindung von Altarmen, Wiederherstellung des Wasserhaushalts bei Altwassern und Kleingewässern – Anpassung von Buhnen und Leitwerken
    • Wiederherstellung der Überschwemmungsflächen in der Aue

 

Ergebnisse zum Thema Wasserentnahmen und -überleitungen im Einzugsgebiet der Elbe:

  • Im tschechischen Teil des Einzugsgebiets der Elbe gibt es nicht viele Wasserüberleitungen. Das Wasser wird aus bilanzaktiven in bilanzpassive Einzugsgebiete übergeleitet.
  • Die Moldaukaskade – und dabei vor allem die Talsperre Orlík – hat einen bedeutenden Einfluss auf die Abflussregulierung sowohl bei Hoch- als auch bei Niedrigwasser. Dieser Einfluss zeigt sich an der Elbe auch in dem Teil auf deutschem Gebiet. Daher arbeiten die Wasserwirtschaftsbetriebe Povodí bei der Bewältigung von hydrologischen Extremereignissen mit Kollegen aus Deutschland, vor allem Sachsen, zusammen.
  • Der Einfluss der vorhandenen Talsperren in der Tschechischen Republik sollte die Abflüsse auch bei zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels deutlich verbessern. In der Tschechischen Republik gibt es Vorranggebiete für den zukünftigen Bau von Talsperren (derzeitig sind es etwa 450 Standorte).
  • In der Tschechischen Republik werden zur Reduzierung der Auswirkungen des Klimawandels vor allem kleine Maßnahmen in der Fläche vorgeschlagen. Ein Vorschlag für neue Speicher ist nur die äußerste Lösung.

 

Eine detailliertere Zusammenfassung der Ergebnisse des zweiten Fachgesprächs am 26.02. und 27.02.2008 in Dresden steht hier zur Verfügung.

last update: 02.05.2008
Links