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Ergebnisse zum Thema Nährstoffe
- Man muss damit rechnen, dass es lange dauern wird, bis sich die Maßnahmen auf die Reduzierung der Nährstoffeinträge aus diffusen Quellen auswirken. Es stellt sich die Frage, ob ein Zeitraum von drei sechsjährigen Bewirtschaftungsplänen überhaupt ausreichend ist.
- Es ist notwendig, sich auf die primären Nährstoffquellen zu konzentrieren. In diesem Zusammenhang stellt sich z. B. bei Phosphor die Frage nach der Zusammensetzung von Wasch- und Reinigungsmitteln.
- Maßnahmenvorschläge:
- Arbeit mit der breiten Öffentlichkeit, um die Akzeptanz der umzusetzenden Maßnahmen zu gewährleisten.
- Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung zur Reduzierung oder Eliminierung des Phosphorgehalts in Verbrauchsgütern und Industrieprodukten, die anschließend in das Abwasser gelangen (z. B. Wasch- und Reinigungsmittel).
- In der Tschechischen Republik Nachrüstung der Phosphoreliminierung auch bei Kläranlagen mit weniger als 2 000 EW und der Stickstoffeliminierung bei Kläranlagen mit mehr als 10 000 EW.
- Steigerung des Wirkungsgrades der Phosphor- und Stickstoffeliminierung bis auf das Niveau der Parameter der besten verfügbaren Technik (BVT).
- Prüfung und Umsetzung der Rechtsvorschriften für den Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft und Kontrolle der Einhaltung dieser Vorschriften.
- Reduzierung der Belastung aus der Landwirtschaft durch Verminderung der Erosion.
- Erneute Überprüfung der industriellen Stickstoffquellen (Ammoniumstickstoff).
- Stärkung der Selbstreinigungskraft der Gewässer durch die Verbesserung ihrer Morphologie.
- Renaturierungsmaßnahmen in der Fläche.
Es ist darauf hinzuweisen, dass für die Nährstoffe inzwischen das Jahr 2006 als Bezugsjahr für die Überwachung der Reduzierung ihrer Einträge in die Oberflächengewässer festgelegt wurde. Weiterhin wurde auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen Deutschland und den Niederlanden der Richtwert für den guten Zustand der Küstengewässer (Konzentration des Chlorophyll-a) korrigiert. Daraus folgt die erforderliche Reduzierung des Nährstoffeintrags aus der Elbe in die Nordsee von 24 % gegenüber dem Stand im Jahre 2006.
(Stand: 2008)
Ergebnisse zum Thema Schadstoffe
- Gegenüber den Nährstoffen sind die Schadstoffkonzentrationen in oberirdischen Binnengewässern ein größeres Problem.
- Eine entscheidende Rolle spielen die „klassischen“ Schadstoffe, die meistens aus Altlasten stammen.
- Angaben für neue Stoffe, die früher nicht untersucht wurden (z. B. organische Spurenstoffe), müssen ergänzt und ggf. ihre Überwachung vorgeschlagen werden.
- Besonderes Augenmerk ist auf die prioritären gefährlichen Stoffe zu richten – hier ist festzulegen, welche dieser Stoffe für das Einzugsgebiet der Elbe signifikant sind.
- Es ist schwierig, dabei aber notwendig, diffuse Schadstoffquellen für das Festlegen von wirksamen Maßnahmen zu lokalisieren. Hier spielen Erkenntnisse über die Haupteintragspfade eine entscheidende Rolle.
- Die Zielvorgaben der IKSE sollten revidiert und die Bestandsaufnahme der industriellen Direkt- und Indirekteinleiter im Einzugsgebiet der Elbe, deren Emissionen vorrangig zu reduzieren sind, aktualisiert werden.
- Auf der Grundlage einer Anregung des Vertreters aus dem Bereich der Landwirtschaft wird die Aufnahme von Dioxinuntersuchungen in das „Internationale Messprogramm Elbe“ geprüft.
- Die Wasserwerke Torgau haben dem Sekretariat der IKSE eine schriftliche Stellungnahme geschickt, die der Expertengruppe „Oberflächengewässer“ (SW) zur Erörterung übergeben wurde.
- Maßnahmenvorschläge:
- Veränderungen in der Gesetzgebung
- Technologische Veränderungen in der Produktion zur Reduzierung oder Vermeidung von Schadstoffgehalten im Abwasser
- Bessere Behandlung von Abwasser und Abfall
- Begrenzung des Einsatzes von ausgewählten Schadstoffen
- Konzept für den Umgang mit Baggergut an der Tideelbe und im Hamburger Hafen unter dem Aspekt einer Minimierung des Schadstoffeintrags in die Oberflächen- und Küstengewässer
- Sanierung von Altlasten
- Öffentlichkeitsarbeit
Es ist darauf hinzuweisen, dass wie bei den Nährstoffen auch für die Schadstoffe inzwischen das Jahr 2006 als Bezugsjahr für die Überwachung der Reduzierung ihrer Einträge in die Oberflächengewässer festgelegt wurde.
(Stand: 2008)
Eine detailliertere Zusammenfassung der Ergebnisse des ersten Fachgesprächs am 12.02. und 13.02.2008 in Dresden steht hier zur Verfügung.
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