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Dieses Programm war auf eine schnelle Beseitigung, ggf. Minderung der größten Schadstoffquellen ausgerichtet, um so kurzfristig die Belastung der Elbe und der Gewässer in ihrem Einzugsgebiet zu reduzieren. Als Grundlage diente eine Bestandsaufnahme der bedeutenden kommunalen und industriellen Direkteinleiter.
Das Programm enthielt konkrete Maßnahmen für den Bau und die Vorbereitung von 139 für die Gewässerbelastung im Einzugsgebiet der Elbe bedeutenden kommunalen Kläranlagen (über 20 000 Einwohnerwerte) in der Tschechischen Republik und in der Bundesrepublik Deutschland. Bei den industriellen Abwassereinleitungen lag der Schwerpunkt auf einer 30%igen Reduzierung der eingeleiteten Mengen von 15 festgelegten prioritären Stoffen bis 1995.
Von 1991 bis 1995 wurden im Einzugsgebiet der Elbe insgesamt 126 Kläranlagen mit einer Kapazität über 20 000 Einwohnerwerten errichtet, davon 96 in der Bundesrepublik Deutschland und 30 in der Tschechischen Republik. Die fertig gestellten Anlagen reinigen Abwasser für rund 12 Millionen Einwohnerwerte.
Durch technologische Veränderungen in den Industriebetrieben und die Behandlung industriellen Abwassers, aber auch durch zahlreiche Betriebsstilllegungen und Produktionsreduzierungen, insbesondere in den neuen Bundesländern Deutschlands, trat eine bedeutende Reduzierung der in die Gewässer eingeleiteten Abwasserlasten ein. So wurden im Zeitraum 1989 bis 1995 allein bei der chemischen und Zellstoffindustrie im Einzugsgebiet der Elbe folgende Senkungen der Abwasserlasten erreicht:
- CSB um 777 500 Tonnen pro Jahr, d. h. um 91,9 %
- NH4-N um 24 920 Tonnen pro Jahr, d. h. um 90,4 %
- AOX um 2 045 Tonnen pro Jahr, d. h. um 80,6 %
- Hg um 17,1 Tonnen pro Jahr, d. h. um 88,5 %
Mithilfe dieser Maßnahmen wurde eine deutliche Verbesserung der Wasserqualität der Elbe und ihrer Nebenflüsse erreicht, was auch zu einer Stärkung der natürlichen Selbstreinigungsvorgänge, insbesondere im Bereich der Mittleren Elbe, und zu einer Verringerung der Einträge in die Nordsee führte.
Gewässeruntersuchungen ergaben, dass die Minderung der Abwasserlasten aus den kommunalen Kläranlagen und bei den industriellen Direkteinleitern bis zum Jahr 1995 zu einer beträchtlichen Reduzierung der Konzentrationen und Frachten in der Elbe gegenüber 1989 beitrug. So ging die organische Belastung um ca. 40 %, die Belastung mit Phosphor und Stickstoff um jeweils ca. 30 %, mit Quecksilber um ca. 80 %, mit Cadmium um ca. 20 % und mit AOX um ca. 50 % zurück.
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